Baugeld nicht von der Hausbank, sondern vom Versicherer: Schuldenkrise, niedrige Renditen und schärfere Eigenkapitalregeln drängen die Versicherer bei der Kapitalanlage immer stärker in die Baufinanzierung. Private und gewerbliche Bauherrren profitieren davon.
Hamburg - Schuldenkrise, Börsen-Kursturz, Niedrigzinsen - wer Geld anlegt, hat derzeit wenig Freude. Da geht es Großinvestoren nicht anders als Privatanlegern. Viel Fluchtkapital fließt seit Zuspitzung der Krise in diesem Sommer in Gold oder landet in niedrig verzinsten Geldmarktprodukten. Immer mehr Menschen stecken ihr Geld aber ebenso in Immobilien, was die Preise vereinzelt kräftig anziehen lässt. Die Bauzinsen sind niedrig, und selbst langfristige Zinsbindungen derzeit attraktiv. "Baugeld ist billig wie selten", sagt auch Marcus Preu vom Finanzdienstleister Biallo.
Den milliardenschweren Markt für Wohnungsbaufinanzierung teilen Sparkassen, Bausparkassen, Genossenschafts- und Kreditbanken zu rund 90 Prozent unter sich auf, berichtet der Verband der Privaten Bausparkassen. Versicherer spielen nach Allianz-Schätzungen mit einem Marktanteil von rund 5 Prozent noch eine untergeordnete Rolle. Doch sie machen den herkömmlichen Kreditinstituten das Leben zusehends schwerer und dringen vereinzelt mit viel Energie in diesen Markt - auch in den für gewerbliche Baufinanzierungen. Mehr... (27.11.2011, Artikel manager magazin)